Die SwitchBot Pan/Tilt Cam ist eine Netzwerkkamera zur Überwachung von Innenräumen. Sie will insbesondere durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Doch wird sie dem auch gerecht?

Passend zu unserer ersten Vorstellung des Smarthome Sortiments von SwitchBot möchte ich euch nun die Pan/Tilt Cam vorstellen. Eine Überwachungskamera im Indoor-Bereich, welche mit 29,99€ einen guten Einstieg in diesen Bereich gewähren kann.

Bei dem Lieferumfang ist alles dabei, was man erstmal braucht. Die besagte Kamera, Ein USB-A-Netzteil mit passendem USB-Kabel(USB-A auf Micro-USB) für die Stromversorgung, eine Montageplatte mit zwei entsprechenden Schrauben und Dübeln, sowie einer Bohrhilfe mit eingezeichneten Löchern für die Deckenmontage, zusätzlich noch eine Kurzanleitung und sollte der Eurostecker des Netzteils mal nicht passen ist noch ein „Commonwealth-Stecker“ dabei.

Die SwitchBot Pan/Tilt Cam selbst besteht aus einem nach unten hin kleiner werdenden Sockel und darauf einem zylinderförmigen Turm welcher nach oben hin kugelförmig abgerundet ist und sich um 360 Grad horizontal drehen lässt. Die Abmessungen des gesamten Körpers belaufen sich auf 78 x 78 x 107 mm mit einem Gewicht von 195g. In dem Turm befindet sich dann eine schwarze Kugel, in welcher die Kamera eingefasst ist. um deren Linse sich acht Infrarot-LEDs befinden, welche die Nachtsicht ermöglichen. Außerdem befindet sich über der Linse auch noch eine Status-LED, die rot oder grün leuchtet, aber bei Bedarf auch via App ausgeschaltet werden kann. Diese Kugel ist zudem noch um 115 Grad neigbar und kann sich auch noch weiter nach hinten drehen, um in den Privacy Modus zu wechseln. Dabei kommt dann auch ein weißer Balken zum Vorschein, welcher damit anzeigen soll, dass weder Ton noch Bild aufgenommen wird. An der „Unterseite“ der Kugel ist zudem noch ein microSD-Kartenslot (bis zu 128GB), welche die lokale Speicherung von Aufnahmen ermöglicht.

Die Tonaufnahme erfolgt übrigens über ein Mikrofon welches sich unterhalb der Kamera befindet und die Tonausgabe über einen Lautsprecher auf der Rückseite des Turms. Dies ermöglicht dann ein Zwei-Wege-Audio-System, für die direkte Kommunikation mit Mensch oder Tier. Die Bilder der Kamera werden in 1080p und mit zwei Megapixeln aufgenommen, die relativ große Blende mit f2.0 unterstützt zudem auch einen schwachen Lichteinfall, welcher auch der Nachtsicht zugute kommt. Auf der Rückseite des Sockels haben wir dann noch den Anschluss für den Strom über Micro-USB und einen büroklammerfreundlichen Reset-Knopf.

Nun aber zu meinem ersten Eindruck und der Installation des Geräts. An sich wirkt die Kamera etwas klobig und erinnert ein wenig an ein großes Ei. Aus meiner Sicht aber kein Merkmal von schlechter Qualität, sie wirkt dadurch vielmehr wertig und stabil. Die Inbetriebnahme war dann auch kein Problem, einfach nach dem Einschalten des Geräts darauf warten, dass die rote LED leuchtet. Daraufhin die erforderlichen WLAN-Daten eingeben welche dann anschließend mittels eines QR-Codes übertragen werden und fertig. Für das WLAN steht ihr dabei handelsüblich das etwas veraltete 2,4GHz Frequenzband zur Verfügung. Sie kann dann die Steuerung sowohl SwitchBot-intern über die App als auch über Google Assistent, Google Home und Amazon Alexa erfolgen.

Die Einstellmöglichkeiten sind recht vielseitig wie ich finde. Es lässt sich nicht nur etwa eine automatische Objekt- und Bewegungsverfolgung oder Zeitpläne einstellen, sondern auch mit der Option „Nur für Menschen“ das Auslösen der Bewegungssensoren durch stark Tiere reduzieren. Dieses Auslösen führt ansonsten dazu, dass Push-Benachrichtigungen an das Smartphone gesendet werden, falls eine verdächtige Person von der Kamera entdeckt wird. Als weiteres Feature ist die Kamera in der Lage, die Live-Übertragungen über die App hinaus wie etwa auf einem Amazon Echo Gerät zu streamen. Die Aufnahmen selbst können dann über die App verwaltet werden, egal ob diese sich in der Cloud oder auf der microSD-Karte befinden.

Die SwitchBot Pan/Tilt Cam an sich hat bei meinem Test recht gut funktioniert, sowohl die Bewegungserkennung als auch die Einstellmöglichkeiten und das Zwei-Wege-Audio-System haben ihre Aufgabe ordentlich erledigt. Die Kamera hat dabei recht klare Bilder in 1080p geliefert. Auch im Nachtsichtmodus waren die Details der Umgebung noch gut zu erkennen. Die Motorik zum Bewegen von Turm und Kugel waren zudem nicht nur angenehm leise sondern auch noch relativ schnell, so dass sie mit knapp 12 Grad pro Sekunde eine komplette 360 Grad Drehung in gerade einmal einer halben Minute schafft. Negativ muss hier allerdings erwähnt werden, dass die 115 Grad Neigungswinkel fast nur nach oben hin stattfinden. Sie kann also nicht gut sehen, was sich unter dem Horizont befindet. Wenn man sie alternativ unter der Decke befestigt oder direkt auf den Boden stellt, ist dieses Defizit nicht mehr vorhanden. Unter der Bezeichnung „Kreuzfahrt“ soll man übrigens mit etwas Fantasie den Patrouille- oder Suchmodus verstehen. Was aus meiner Sicht ruhig etwas besser hätte formuliert werden können.

Die Nutzung im Smart Home Bereich funktioniert aus meiner Sicht nicht nur in der SwitchBot-Welt recht gut, auch weitere Anbindungen wie etwa mit Google Home können mithilfe der API und etwas Arbeit gut umgesetzt werden. Mittels der Nutzung von Homebridge sollte es hier auch möglich sein, die Kamera für Apple Home Kit nutzbar zu machen.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass die SwitchBot Pan/Tilt Cam ein gut gelungenes Gerät ist. Die Features passen zusammen und auch die Sensorik sowie die Motorik funktionieren wunderbar. Die Defizite mit der Neigefunktion kann man kompensieren und auch das 5GHz-WLAN-Frequenzband muss nicht unbedingt genutzt werden. Etwas veraltet ist leider der microUSB-Anschluss, welcher in Zeiten von USB-C bei Neugeräten kaum noch Verwendung finden sollte. Das ist aber schon Meckern auf hohem Niveau, schließlich bietet die Kamera für lediglich 29,99 Euro ein schönes Gesamtpaket, welche nur wenige Wünsche offen lässt. Nicht zuletzt wegen dieses guten Preis-Leistungs-Verhältnisses kann ich diese Pan/Tilt Cam von SwitchBot durchaus empfehlen.

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